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„Keiner kennt diese Milieus wirklich, aber jeder macht sich ein Bild davon“

Zwischen Verbundenheit und Abscheu: Im doku.klasse-Workshop spricht Robin Humboldt über den problematischen Umgang mit seinem Protagonisten und dessen Tat und überlegt sogar, das Projekt abzubrechen. Robin Humboldt kennt sich durch seine vorherigen Filme mit stigmatisierten Milieus aus. Doch Alexanders Absturz im Laufe der Recherchen und Dreharbeiten stellt ihn vor bislang ungekannte Herausforderungen. »Ich frage mich, ob es gesund ist, mit dem Film weiterzumachen«, merkt eine Teilnehmerin der doku.klasse an. Schon ziemlich bald hatte Humboldt bemerkt, dass es seinem Protagonisten immer schlechter ging. »Er wirkte von Mal zu Mal apathischer und unerreichbarer.« Als er davon erfuhr, was Alexander getan hat, sei er schockiert und zutiefst enttäuscht gewesen. Alle Pläne und Konzepte, die es für den Film bis dahin gab, waren obsolet. Das Projekt liegt auf Eis. Wie geht es nun weiter? Trotz aller Zweifel und Bedenken und der starken emotionalen Belastung, die das Thema und der Totschlag für den Regisseur bedeutet, möchte er auf jeden Fall weitermachen. »Ich will der Geschichte von Alexander gerecht werden, ohne ihn aber vom Täter zum Opfer zu machen.« Es ginge …

Die Stipendiat*innen der doku.klasse 2021

Voller Vorfreude begrüßen wir die neuen Stipendiat*innen des achten Jahrgangs der doku.klasse! Auch in diesem Jahr wurden viele spannende und interessante Themen eingereicht. Katharina Pethke und Robin Humboldt konnten mit ihren Stoffen besonders überzeugen.

„Was ist Realität und was soll das eigentlich alles?“

Die Brüder Ferdinand und Milan nehmen uns nicht nur mit bei ihrem Raketenstart, sondern auch in ihr wundersames Leben als Künstlergespann. Ja, ihr habt richtig gelesen, Raketenstart. Dabei heben die Beiden nicht wirklich ab – sie präsentieren eine künstlerische Performance und nehmen die Zuschauer*innen des Filmes Fehler & Irritation mit auf eine Reise in ihre abstrakte Lebenswelt.

Ein Schmetterling schlüpft aus dem Kokon

Nach der Rohschnittsichtung des Dokumentarfilms Chao´s Transition sind alle Teilnehmerinnen der doku.klasse von der Protagonistin Chao und ihrer vielseitigen Persönlichkeit begeistert. Die Regisseurinnen Susanne Mi-Son Quester und Mieko Azuma ermöglichen den Betrachter*innen einen intimen Einblick in das Leben von Chao, welches sich momentan vor allem um ihre Transition dreht. Als biologischer Mann in Japan geboren, lebt sie seit ihrem fünften Lebensjahr in der Schweiz. Schon als Kind war ihr klar, dass sie kein „normaler“ Junge, sondern eigentlich ein Mädchen ist.

Plan B als Geschenk

Elke Margarete Lehrenkrauss eröffnete den Workshop zu ihrem Projekt „Smell of Fear“ mit einem Paukenschlag: Anders als im Treatment ist nicht Hongkong Schauplatz der Geschichte, sondern Hamburg. Und auch die Protagonistin hat gewechselt.

„Man muss vom Protagonisten ausgehen“

„Wir fühlten uns als Leser*innen sehr gut abgeholt“: Das Treatment Chao‘s Transition von Mieko Azuma und Susanne Mi-Son Quester fand großen Anklang in der doku.klasse. Doch im Verlauf des Online-Workshops wurde deutlich: Wunsch und Wirklichkeit liegen in Zeiten der Pandemie manchmal ganz schön weit auseinander.

Die Stipendiatinnen der doku.klasse 2020

Voller Vorfreude begrüßen wir die neuen Stipendiatinnen des siebten Jahrgangs der doku.klasse! Auch in diesem Jahr wurden viele spannende und interessante Themen eingereicht. Elke Lehrenkrauss und das Regieduo Susanne Mi-Son Quester und Mieko Azuma konnten mit ihren Stoffen besonders überzeugen. Dieses Jahr präsentiert Elke Lehrenkrauss ihre Filmidee zu „The smell of fear and future“. Auch dabei sind Susanne Mi-Son Quester und Mieko Azuma, die ihr Projekt „Chao’s Transition“ vorstellen werden. Während der Workshops in Duisburg geben die Filmemacherinnen einen Einblick in ihre künstlerische Arbeit und haben die Möglichkeit ihre Stoffe mit einem jungen Publikum zu diskutieren.   Die Auswahl für das StipendiatInnenprogramm trafen die an der doku.klasse beteiligten Partner – unabhängig von den redaktionellen Entscheidungen über eine Realisierung der Projekte für eine TV- oder Hörfunkauswertung. Zusammen mit Susanne Mi-Son Quester und Mieko Azuma findet ein doku.klasse Workshop während des doxs! Festivals (02.-08.11.) statt. Auf Elke Lehrenkrauss freuen wir uns Mitte November.

Von Duisburg nach Ho Chi Minh City

Dennis und Patrick Weinert sind mit ihrem Rohschnitt Durch unsere Linse zu Gast bei der doku.klasse. Da die Gruppe in Duisburg ist und die Brüder in Vietnam, diskutieren und sprechen wir dieses Jahr per Skype. Mit einem Lächeln brechen die Filmemacher direkt am Anfang das Eis: „Ihr habt jetzt direkten Einfluss darauf, dass der Film noch besser wird, als er ist.“ Mit soviel Vertrauen und ganz ohne technische Probleme findet wie gewohnt ein Austausch zwischen jungen Filmemacher*innen und Jugendlichen statt.

Neue Stoffe braucht das Land

Nach zahlreichen realisierten Projekten, interessanten Workshops mit den jungen Teilnehmer*innen und einigen Grimme-Preis Auszeichnungen für die Filme freut die doku.klasse sich auf den siebten Jahrgang.