{"id":301,"date":"2014-10-09T14:51:00","date_gmt":"2014-10-09T12:51:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.do-xs.de\/doku-klasse\/?p=301"},"modified":"2018-05-23T13:26:18","modified_gmt":"2018-05-23T11:26:18","slug":"immer-auf-achse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.do-xs.de\/documasterclass\/immer-auf-achse\/","title":{"rendered":"Immer auf Achse"},"content":{"rendered":"<h2>Eine Filmkritik von Delia West zu Peter G\u00f6ltenboths und Anna Piltz\u2019 Dokumentarfilm \u201e10 Wochen Sommer\u201c &#8211; entstanden in der 3sat-Reihe \u201cAb 18!\u201c<\/h2>\n<p>Vier Berliner Szene Girls zeigen uns ihren Sommer. In der Freizeit sonnen sie sich auf H\u00e4userd\u00e4chern, liegen im Park, machen Party in Clubs. Und dann und wann testen sie ihre Grenzen\u00a0aus.<!--more--><\/p>\n<p>Der erste Eindruck des Films t\u00e4uscht nicht. Die Bilder der vier M\u00e4dchen machen neugierig. Eine Off-Stimme spricht vertr\u00e4umte, leicht \u00fcberzogene Worte, die in der &#8222;Hipster-Szene&#8220; aber durchaus so gesagt werden. Jedenfalls nimmt die Stimme mich als Zuschauerin mit. Es verst\u00e4rkt sich der Eindruck, dass dieser Dokumentarfilm nochmal anders ist, als die, die ich bisher gesehen habe. Auch die gew\u00e4hlte Musik unterst\u00fctzt diese Vermutung und l\u00e4sst auf mehr hoffen.<\/p>\n<p>Im Bild sehen wir von den Protagonistinnen mit dem Handy gedrehte Szenen. Verwackelte Einstellungen h\u00e4ufen sich und sind teilweise lang gew\u00e4hlt, was es schwierig macht, dran zu bleiben. Trotzdem passt es irgendwie zum Film, da die M\u00e4dchen aus ihrer Sicht erz\u00e4hlen und auch nicht sonderlich ruhig sind. Auch die Aspekte der Jugend und das &#8222;immer-auf-Achse-Gef\u00fchl&#8220; lassen sich inhaltlich plausibel mit der Kameraf\u00fchrung erkl\u00e4ren. Aber: Man muss sich schon ordentlich konzentrieren, um zu folgen. Einige Perspektiven und Bilder sind mir in der L\u00e4nge zu viel des Guten.\u00a0<\/p>\n<p>Der Moment, in dem die Polizei zur Razzia in den Club schreitet, war f\u00fcr mich eine Art &#8222;Wachmacher&#8220;. Von da an sitzt man wie gefesselt vorm Bildschirm und will gar nicht mehr weg. Dieses Gef\u00fchl zieht sich bis zum Schluss des Films und bringt dem Zuschauer die Worte, die am Ende gesprochen werden, noch eindringlicher n\u00e4her.<\/p>\n<p>Inhaltlich erz\u00e4hlt der Film in erster Linie von Freundschaft. Bei n\u00e4herer Betrachtung kommen f\u00fcr mich noch Themen wie Drogenkonsum, Party machen, Freiheit ausleben und Grenzen austesten dazu. Auch wird deutlich, dass Verg\u00e4nglichkeit in dieser Vierer-Clique eine gro\u00dfe Rolle spielt. Die Erz\u00e4hlerin, deren Stimme wir im gesamten Filmverlauf immer wieder h\u00f6ren, &#8222;beklagt&#8220; diese Thematik auch in ihren Off-Kommentaren.<\/p>\n<p>\u201e10 Wochen Sommer\u201c spricht interessante Themenbereiche f\u00fcr Jugendliche an. Das soziale Miteinander, der Umgang mit Drogen, das Auskosten jugendlicher Freiheiten und worauf man in Freundschaften achten sollte \u2013 es gibt viele Aspekte im Film, die gesellschaftlich relevant sind. Die Identifikation mit den vier M\u00e4dchen f\u00e4llt nicht schwer, da man entweder selbst in einer \u00e4hnlichen Szene unterwegs ist, oder zumindest jemanden kennt, auf den diese Erfahrungen zutreffen.<\/p>\n<p>Mein Fazit: Endlich mal ein Film, der den Zuschauer auf unkonventionelle Art anspricht und das Interesse an Dokumentarfilmen zu wecken versteht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Filmkritik von Delia West zu Peter G\u00f6ltenboths und Anna Piltz\u2019 Dokumentarfilm \u201e10 Wochen Sommer\u201c &#8211; entstanden in der 3sat-Reihe \u201cAb 18!\u201c Vier Berliner Szene Girls zeigen uns ihren Sommer. In der Freizeit sonnen sie sich auf H\u00e4userd\u00e4chern, liegen im Park, machen Party in Clubs. 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