{"id":815,"date":"2015-10-31T15:44:54","date_gmt":"2015-10-31T13:44:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.do-xs.de\/doku-klasse\/?p=815"},"modified":"2018-05-23T13:26:16","modified_gmt":"2018-05-23T11:26:16","slug":"ohne-worte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.do-xs.de\/documasterclass\/ohne-worte\/","title":{"rendered":"Ohne Worte"},"content":{"rendered":"<h2>Eine Filmkritik von Matthias\u00a0Pytlik zu Kristina Konrads Dokumentarfilm \u201eDiego\u201c \u2013 entstanden in der 3sat-Reihe \u201cAb 18!\u201d<\/h2>\n<p>Der Dokumentarfilm \u201eDiego\u201c von Kristina Konrad entstand 2015 im Rahmen der 3sat-Reihe \u201eAb 18!\u201c. Zu Beginn sehen wir den gleichnamigen Protagonisten durch die malerische Kulisse Oxfords streifen, auf dem Weg in sein Studentenappartement. Untermalt wird dies von einer nahezu tr\u00e4umerischen Musik. In seinem Appartement angekommen, wird der Zuschauer in das allt\u00e4gliche Leben eines Oxfordstudenten eingef\u00fchrt. Dass der Alltag dort nicht Party, sondern harte Arbeit und viel Lernen bedeutet, wird dem Rezipienten schnell bewusst. Zumal Diego nebenbei mit Freunden und Kommilitonen an einer Photosharing-App arbeitet, die kurz vor der Ver\u00f6ffentlichung steht. <br \/> <!--more--><br \/>Gespr\u00e4che mit seinem Vater zeigen Diegos Orientierungslosigkeit. Soll er promovieren? Wird ihm \u00fcberhaupt eine Promotion angeboten? Soll er eventuell auch eine ganz andere Richtung einschlagen? Ganz klar Fragen, die sich viele Jugendliche und junge Erwachsene in einer \u00e4hnlichen Weise stellen. Am Ende des Films sehen wir Diego in einem Ferien-Appartement in der Schweiz. In einem l\u00e4ngeren Gespr\u00e4ch mit der Regisseurin erf\u00e4hrt der Zuschauer auch sehr pers\u00f6nliches \u00fcber ihn, wie z.B. seine Einstellung zu Liebe und Beziehungen. Dabei wird eine Sehnsucht nach Kontrolle deutlich, die sicher viele Zuschauer teilen.<\/p>\n<p>Dass das Leben als Student nicht immer einfach ist, k\u00f6nnen auch junge Menschen in Deutschland nachempfinden. Dennoch finde ich relativ wenig Parallelen zwischen Diegos und meinem Leben, woraus resultiert, dass gezeigte Thematiken mich wenig ansprechen und schwer nachvollziehbar sind. Wir tauchen w\u00e4hrend des Films auch nicht weiter in Diegos Gef\u00fchlswelt ein. Diego scheint zu funktionieren wie eine Maschine, wie es von ihm von seinem Umfeld erwartet wird. Lediglich in der Balkonszene, in der er \u00fcber Liebe spricht, k\u00f6nnen wir in das Denken und F\u00fchlen des jungen Mannes eindringen.<\/p>\n<p>Gut gefallen hingegen hat mir, dass Kristina Konrad es geschafft hat, ohne viele Worte eine verst\u00e4ndliche Geschichte zu erz\u00e4hlen. Es ist nicht notwendig, dem Zuschauer explizit zu zeigen, worum es geht, denn aus dem Kontext wird vieles deutlich, beziehungsweise auf das Wesentliche reduziert. Insgesamt ein Dokumentarfilm, der an einigen Punkten zun\u00e4chst konfus wirkt, jedoch am Ende ein verst\u00e4ndliches Ganzes bildet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Filmkritik von Matthias\u00a0Pytlik zu Kristina Konrads Dokumentarfilm \u201eDiego\u201c \u2013 entstanden in der 3sat-Reihe \u201cAb 18!\u201d Der Dokumentarfilm \u201eDiego\u201c von Kristina Konrad entstand 2015 im Rahmen der 3sat-Reihe \u201eAb 18!\u201c. Zu Beginn sehen wir den gleichnamigen Protagonisten durch die malerische Kulisse Oxfords streifen, auf dem Weg in sein Studentenappartement. Untermalt wird dies von einer nahezu tr\u00e4umerischen Musik. In seinem Appartement angekommen, wird der Zuschauer in das allt\u00e4gliche Leben eines Oxfordstudenten eingef\u00fchrt. 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