Autor: doxs!

Szenen einer Nähe

Am 13. April 2018 wird in Marl die 3sat-Auftragsproduktion „Du warst mein Leben“ (DE 2017) von Rosa Hannah Ziegler mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Wir gratulieren der doku.klasse-Stipendiatin herzlich! Und empfehlen die Filmkritik von unserem ehemaligen Praktikanten Marlon sowie das Radiofeature zum Film: „Was sagt mir Eleonore?“, nachzuhören beim Deutschlandfunk Kultur. 

Wir halten die Augen offen!

Aus vier doku.klasse-Jahrgängen sind bisher sechs Filme hervorgegangen, zwei befinden sich derzeit in Produktion. Auch dieses Jahr warten wir gespannt auf neue Stoffe, die unseren dokumentarischen Blick schärfen und zum Erkenntnisaustausch anregen. In Kooperation mit ZDF/3sat, Deutschlandfunk Kultur, der Grimme-Akademie und der FSF Berlin schreibt doxs! wieder ein Stipendiatenprogramm aus, das DokumentaristInnen dazu einlädt, ihre Projektideen gemeinsam mit jungen Menschen zu diskutieren. Bewerben können sich alle FilmemacherInnen, die sich an der aktuellen „Ab 18!“-Ausschreibung der Filmredaktion 3sat beteiligen. Anmeldeschluss ist der 1. Juni 2018. Nähere Infos zur Bewerbung gibt es hier. Wir freuen uns auf spannende Stoffvorschläge!

„Es ist total spannend, nur zuzuhören“

Rosa Hannah Ziegler hat im Rahmen der Kooperation zwischen der doku.klasse und Deutschlandfunk Kultur eine Hörstückfassung ihres Films „Du warst mein Leben“ realisiert. Entstanden ist eine intensive Hör-Reise der beiden Protagonistinnen Yasmin und Eleonore zueinander. Im Gespräch erzählt die Regisseurin, was sie am Tonschnitt faszinierte und warum für sie die Einschränkungen des Mediums Hörfunk teilweise eine größere Freiheit bedeuteten.

Wir geben Stoff #

Zum fünften Mal begleitet doxs! die 3sat-Ausschreibung „Ab 18!“ mit einem Stipendiatenprogramm für Filmemacher: der doku.klasse. In ihr haben Dokumentaristen die Gelegenheit, mit Jugendlichen in einen kreativen Dialog über ihre Projekte zu treten, unmittelbar und von beidseitigem Nutzen.

Es bleibt offen

Eine Filmkritik von Jasmin Kreilos zu Kilian Helmbrechts „Einmannland“ (2017) – entstanden in der 3sat-Reihe „Ab 18!“ Was bewegt einen jungen Menschen dazu, freiwillig sechs Wochen lang auf einer einsamen Insel Vögel zu zählen? In Zeiten von Digitalisierung und ständiger Erreichbarkeit scheint dies wie ein Traum. Kilian Helmbrecht, gleichzeitig Regisseur und Protagonist, macht in „Einmannland“ genau diese Erfahrung. Im Frühjahr 2016 hat er auf der Nordseeinsel Scharhörn die Vogelpopulation gezählt und seine Erlebnisse mit der Kamera festgehalten.

doku.klasse

„Wenn die Zeit stillsteht“

Eine Filmkritik von Finn Schenkin zu Florian Barons Film „Joe Boots“ (2017) – entstanden in der 3sat-Reihe “Ab 18!” Der Dokumentarfilm „Joe Boots“ von Florian Baron aus dem Jahr 2017 erzählt die Geschichte des gleichnamigen Protagonisten, der sein Leben freiheraus schildert. Der Zuschauer erfährt, wie der junge US-Amerikaner Joe Boots zum Militär kam, was er dort erlebte und wie er anschließend zwischen Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), Depression und Alkoholsucht „mit dem Tod tanzte“. Dabei gelingt es dem Film durch seine geschickte Verknüpfung von Bild und Ton, die für den Zuschauer surreale Welt des kriegsgeschädigten Protagonisten auf die bekannte Alltagswelt zu übertragen. So ist zu verstehen, wie der Krieg einen Menschen verändern kann.

Ein Zimmer für Zwei

Beim diesjährigen doxs!-Festival liefen gleich drei Filme, deren Stoffe im vergangenen Jahr in der doku.klasse diskutiert wurden. Den Schlusspunkt bildete die Festivalpremiere von „Du warst mein Leben“ von Rosa Hannah Ziegler, einem dokumentarischen Kammerstück über eine spannungsreiche Mutter-Tochter-Beziehung. Die Intensität des Gezeigten ließ niemanden kalt.

Bilder statt Rollen

Über jemanden oder mit jemandem sprechen? Von oben herab schauen oder auf Augenhöhe sein? Position beziehen und beziehen lassen. Regisseurin Pantea Lachin hat mit den TeilnehmerInnen der doku.klasse gemeinsam überlegt, wie ein respektvolles dokumentarisches Portrait über zwei achtzehnjährige Geflüchtete gelingen kann.