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Großes Klassentreffen

Die Präsentation und Diskussion aktueller Filme aus der »Ab 18!«-Reihe während des Festivals im Kino hat Tradition. Dieses Jahr kam es anders. doxs! lud zu einer besonderen Videokonferenz ein: Die beiden Filmemacher*innen Rosa Hannah Ziegler und Jonas Heldt trafen sich virtuell im Klassenraum mit der doku.klasse und Schüler*innen des Projektkurses Fotografie der 12. Klassen des Steinbart Gymnasiums in Duisburg. Sie schauten zeitgleich online die beiden Filme und kamen im Anschluss jeweils wieder im digitalen Konferenzraum zusammen. Antje Knapp moderierte die Veranstaltung von Spanien aus. Trotz der technischen Herausforderung ein gelungenes Experiment!

„Das Bild vor dem inneren Auge ist ja immer das, worum es letztendlich geht.“

Vom Film zum Hörstück. Durch die Kooperation zwischen der doku.klasse und dem Deutschlandfunk Kultur konnten bereits mehrere Feature-Stücke aus den Dokumentarfilmprojekten der Reihe „Ab 18!“ entstehen. In diesem Jahr hat der Autor Jonas Heldt seinen Film „Seda baut Autos“ für das Radio-Feature „Automotive“ bearbeitet. Christian Kosfeld spricht mit ihm über seine Herangehensweise.

Teilnehmerinnen der doku.klasse im Gespräch

Jung & Wild sind die 18 Teilnehmer*innen der doku.klasse 2020, zwischen 18 und 28 Jahren alt, haben Lust auf Dokumentarfilme, wollen darüber sprechen und sind neugierig auf die, die die Filme machen. Jihad Azahrai (24) ist schon mehrfach dabei gewesen, für Pia Nelles (22) ist 2020 das erste Mal. Moderator Dirk Ulrich will wissen, was sie an der doku.klasse reizt.

„Es kommt auf die Haltung an“

In Kooperation mit der doku.klasse und dem Deutschlandfunk Kultur sind in den letzten Jahren vier Feature-Stücke aus Dokumentarfilmprojekten entstanden. Betreut wurden die Filmemacher*innen beim Deutschlandfunk Kultur von den Redakteur*innen Katrin Moll, Jenny Marrenbach, Ingo Kottkamp und Massimo Maio. Christian Kosfeld sprach mit Katrin Moll und Ingo Kottkamp über die Zusammenarbeit.

„Beim Hörstück nehme ich das Publikum mehr mit“

Johanna Bentz hat im Rahmen der Kooperation zwischen der doku.klasse und Deutschlandfunk Kultur eine Hörstückfassung ihres Films Bella Palanka realisiert. Darin porträtiert sie den 22-jährigen Emrah, der in dem serbischen Dorf Bela Palanka in einem Auffanglager für abgeschobene Straftäter aus Deutschland und Österreich lebt. Im Interview spricht die Regisseurin über die Unterschiede zwischen Film und Hörstück und die Freiheit, zwischen den Medien zu wandern.

Szenen einer Nähe

Am 13. April 2018 wird in Marl die 3sat-Auftragsproduktion „Du warst mein Leben“ (DE 2017) von Rosa Hannah Ziegler mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Wir gratulieren der doku.klasse-Stipendiatin herzlich! Und empfehlen die Filmkritik von unserem ehemaligen Praktikanten Marlon sowie das Radiofeature zum Film: „Was sagt mir Eleonore?“, nachzuhören beim Deutschlandfunk Kultur. 

„Es ist total spannend, nur zuzuhören“

Rosa Hannah Ziegler hat im Rahmen der Kooperation zwischen der doku.klasse und Deutschlandfunk Kultur eine Hörstückfassung ihres Films „Du warst mein Leben“ realisiert. Entstanden ist eine intensive Hör-Reise der beiden Protagonistinnen Yasmin und Eleonore zueinander. Im Gespräch erzählt die Regisseurin, was sie am Tonschnitt faszinierte und warum für sie die Einschränkungen des Mediums Hörfunk teilweise eine größere Freiheit bedeuteten.

Rückblende: die Publikation zur doku.klasse 2017

Das Jahr 2017 hatte für den Dokumentarfilm einiges an Debatten zu bieten. Auch in Duisburg wurde heftig diskutiert – bei doxs! vornehmlich mit einem jungen Publikum. Nicht nur die Bilder auf der Leinwand sorgten für intensive Gespräche, sondern auch jene auf dem Papier.

„Das Thema entsteht über die Begegnung mit einem Menschen“

In seinem Dokumentarfilm ,,Freier Mensch“ und dem Hörstück „Jiyujin – Freier Mensch“ porträtiert Andreas Hartmann den 22 Jahre alten Kei, der sich gegen den Wunsch seiner Eltern für ein Leben auf den Straßen Kyotos und somit gegen die gesellschaftlichen Leistungsanforderungen entscheidet. Kei hat großes Interesse an der klassischen Musik, die den eher in sich gekehrten jungen Mann immer wieder in Traumwelten abschweifen lässt. Schnell muss er sich jedoch, aufgrund von Geldmangel, auf die harte Realität einlassen und übernimmt schlecht bezahlte Jobs. Schließlich zieht er zurück zu seiner Familie und arbeitet im Straßenbau.