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„Dieses Gespräch hat so oder so ähnlich stattgefunden“

Die Referenz erweisen (5): Eva Königshofen, Autorin und Kritikerin, im Austausch mit der Filmemacherin Katharina Pethke „Es gibt eigentlich kein Problem, was die Wirklichkeit im Dokumentarfilm betrifft. Es gibt höchstwahrscheinlich nur verschiedene Nadelöhre, die bestimmte Handlungsweisen im filmischen Arbeiten annehmen.“ (K. Pethke)

„Ja, sie spielen, sie spielen sich – für dich und deine Kamera“

Die Referenz erweisen (4): Der Dokumentarist und Autor Herbert Fell im Gespräch mit der Filmemacherin Susanne Mi-Son Quester.  „Und was das Wirklichkeitsversprechen des Dokumentarfilms betrifft, so bin ich der Meinung, dass der Dokumentarfilm sich nicht nur um die Realität, sondern genauso um die Wünsche und Träume der Menschen kümmern muss.“

 „Letztlich braucht es beides: Vertrauen und Distanz“

Die Referenz erweisen (3): Die Filmkritikerin Esther Buss im Gespräch mit der Dokumentaristin Ivette Löcker.  „Ich versuche, meinen Figuren nahe zu kommen und ihr Vertrauen zu gewinnen, das bedeutet aber nicht, dass ich ihnen unkritisch gegenüberstehe. Meine Perspektive auf sie bleibt erhalten, sie muss auch erhalten bleiben.“

What will be, will be – Die Faszination für das Unvorhersehbare

Die Referenz erweisen (2): Rosa Hannah Ziegler, Stipendiatin der doku.klasse 2016 & 2019, über An- und Abwesenheiten beim dokumentarischen Arbeiten, das Sprechen aus dem Off, den Einfluss der Kamera und wie sich Unvorhersehbares und Unausweichliches in ihren Filmen dokumentiert. Die Fragen stellte der Filmemacher und Festivalkurator Sven Ilgner. „Es geht für mich im Dokumentarfilm um die Suche nach einer Darstellungsform der Wirklichkeit, die dem Zuschauer die Möglichkeit lässt, sich die jeweilige Geschichte selbst zu Ende zu denken, und offene Fragen selbst zu beantworten.“

HE SAID SHE SAID – Ein Workshop über eine Debatte zum Dokumentarfilm

Die Filmemacherin Elke Margarete Lehrenkrauss hat heftige Wochen hinter sich. Mit der Veröffentlichung einer Funk-Reportage über Lovemobil wurde ihre Arbeit über Nacht für viele zur No-go-Area für den Dokumentarfilm. Heftige Kritik von allen Seiten, öffentliche Zweifel an ihrer Integrität, bis hin zu persönlichen Morddrohungen – der Erfolg einer Filmemacherin, die bis dahin in Deutschland als Talent galt, war plötzlich nichts mehr wert.

Großes Klassentreffen

Die Präsentation und Diskussion aktueller Filme aus der »Ab 18!«-Reihe während des Festivals im Kino hat Tradition. Dieses Jahr kam es anders. doxs! lud zu einer besonderen Videokonferenz ein: Die beiden Filmemacher*innen Rosa Hannah Ziegler und Jonas Heldt trafen sich virtuell im Klassenraum mit der doku.klasse und Schüler*innen des Projektkurses Fotografie der 12. Klassen des Steinbart Gymnasiums in Duisburg. Sie schauten zeitgleich online die beiden Filme und kamen im Anschluss jeweils wieder im digitalen Konferenzraum zusammen. Antje Knapp moderierte die Veranstaltung von Spanien aus. Trotz der technischen Herausforderung ein gelungenes Experiment!

„Das Bild vor dem inneren Auge ist ja immer das, worum es letztendlich geht.“

Vom Film zum Hörstück. Durch die Kooperation zwischen der doku.klasse und dem Deutschlandfunk Kultur konnten bereits mehrere Feature-Stücke aus den Dokumentarfilmprojekten der Reihe „Ab 18!“ entstehen. In diesem Jahr hat der Autor Jonas Heldt seinen Film „Seda baut Autos“ für das Radio-Feature „Automotive“ bearbeitet. Christian Kosfeld spricht mit ihm über seine Herangehensweise.

Teilnehmerinnen der doku.klasse im Gespräch

Jung & Wild sind die 18 Teilnehmer*innen der doku.klasse 2020, zwischen 18 und 28 Jahren alt, haben Lust auf Dokumentarfilme, wollen darüber sprechen und sind neugierig auf die, die die Filme machen. Jihad Azahrai (24) ist schon mehrfach dabei gewesen, für Pia Nelles (22) ist 2020 das erste Mal. Moderator Dirk Ulrich will wissen, was sie an der doku.klasse reizt.

„Es kommt auf die Haltung an“

In Kooperation mit der doku.klasse und dem Deutschlandfunk Kultur sind in den letzten Jahren vier Feature-Stücke aus Dokumentarfilmprojekten entstanden. Betreut wurden die Filmemacher*innen beim Deutschlandfunk Kultur von den Redakteur*innen Katrin Moll, Jenny Marrenbach, Ingo Kottkamp und Massimo Maio. Christian Kosfeld sprach mit Katrin Moll und Ingo Kottkamp über die Zusammenarbeit.