Salon

Die Grenzen des Vorgefundenen und des Erfundenen

Die Referenz erweisen (7): Der Autor und Filmemacher Volko Kamensky  im Gespräch mit der Dokumentaristin Kristina Konrad.

„Ich hab mich oft gefragt, weshalb die Leute, mit denen du sprichst, nie zurückfragen.“ Kristina Konrad

Im zweiten Podcast der Reihe Referenz erweisen trifft der Autor und Filmemacher Volko Kamensky auf Kristina Konrad. Die Dokumentaristin und Produzentin war 2015 mit ihrem „Ab 18!“- Beitrag DIEGO als Stipendiatin in der doku.klasse zu Gast.

Im Gespräch über Cada Día Historia (1995), Nuestra América (2005), Diego (2015) und Unas Preguntas (2018) spüren sie dem dokumentarischen Spannungsverhältnis zwischen dem Vorgefundenen und dem Erfundenen nach, trainieren das ontologische Unterscheidungsvermögen in den Perspektiven auf das Reale und sinnieren über die Möglichkeit, von bestehenden Wirklichkeiten in denkbare vorzudringen – mit einem offenen Ausblick auf den Dokumentarfilm unter revolutionären Bedingungen.

Die „Ab 18!“- Produktion Diego ist in der 3sat-Mediathek verfügbar.

 

Kristina Konrad wurde 1953 in der Schweiz geboren. Sie studierte Geschichte in Paris. 1984 bis 1986 arbeitete sie zusammen mit Gabrielle Baur an Dokumentarfilmen über Nicaragua . Seit 1994 lebt Kristina Konrad als Autorin, Regisseurin und Produzentin in Berlin. Hier gründete sie zusammen mit Christian Frosch die konrad/froschfilm Filmproduktion und 2002 die weltfilm GmbH. Im Jahre 2015 produziert Kristina Konrad den Film Diego, welcher von 3sat für die Sendereihe „Ab 18!“ ausgewählt wurde.

Volko Kamensky (*1972) ist Filmemacher, bildender Künstler und Autor. Er lehrt und forscht zur Theorie und Praxis des Films und ist Mitherausgeber der Textsammlung »Danièle Huillet, Jean-Marie Straub: Schriften« (Texte zum Dokumentarfilm XXII, Vorwerk 8, 2020).