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HE SAID SHE SAID – Ein Workshop über eine Debatte zum Dokumentarfilm

Die Filmemacherin Elke Margarete Lehrenkrauss hat heftige Wochen hinter sich. Mit der Veröffentlichung einer Funk-Reportage über Lovemobil wurde ihre Arbeit über Nacht für viele zur No-go-Area für den Dokumentarfilm. Heftige Kritik von allen Seiten, öffentliche Zweifel an ihrer Integrität, bis hin zu persönlichen Morddrohungen – der Erfolg einer Filmemacherin, die bis dahin in Deutschland als Talent galt, war plötzlich nichts mehr wert.

Großes Klassentreffen

Die Präsentation und Diskussion aktueller Filme aus der »Ab 18!«-Reihe während des Festivals im Kino hat Tradition. Dieses Jahr kam es anders. doxs! lud zu einer besonderen Videokonferenz ein: Die beiden Filmemacher*innen Rosa Hannah Ziegler und Jonas Heldt trafen sich virtuell im Klassenraum mit der doku.klasse und Schüler*innen des Projektkurses Fotografie der 12. Klassen des Steinbart Gymnasiums in Duisburg. Sie schauten zeitgleich online die beiden Filme und kamen im Anschluss jeweils wieder im digitalen Konferenzraum zusammen. Antje Knapp moderierte die Veranstaltung von Spanien aus. Trotz der technischen Herausforderung ein gelungenes Experiment!

Plan B als Geschenk

Elke Margarete Lehrenkrauss eröffnete den Workshop zu ihrem Projekt „Smell of Fear“ mit einem Paukenschlag: Anders als im Treatment ist nicht Hongkong Schauplatz der Geschichte, sondern Hamburg. Und auch die Protagonistin hat gewechselt.

„Man muss vom Protagonisten ausgehen“

„Wir fühlten uns als Leser*innen sehr gut abgeholt“: Das Treatment Chao‘s Transition von Mieko Azuma und Susanne Mi-Son Quester fand großen Anklang in der doku.klasse. Doch im Verlauf des Online-Workshops wurde deutlich: Wunsch und Wirklichkeit liegen in Zeiten der Pandemie manchmal ganz schön weit auseinander.