doxs! on Tour beim Internationalen Frauen Film Fest Dortmund+Köln


Mittwoch, 6. Mai 2026

Festivalleiterin Sina Musche vergab als Teil der Jury den ECFA Short Film Award

Schon seit einigen Jahren kooperiert doxs! regelmäßig mit der Kinder- und Jugendsektion des Frauenfilmfests. So auch in diesem Jahr: Der Film „Daughter of Both Women“, Eröffnungsfilm beim doxs! Festival 2025, lief in den beiden Festivalstädten Dortmund und Köln im 16+-Programm. Zu Gast war ein für uns bekanntes Gesicht – eine der fünf Filmemacherinnen, Malena Montiel Rodríguez, präsentierte, wie schon bei doxs! im November, ihren Film vor dem jugendlichen Publikum. Wir freuen uns sehr, dass der spanische Dokumentarfilm auch beim Frauenfilmfest so großen Anklang bei den anwesenden Schüler*innen gefunden hat.

Dies war jedoch nicht die einzige Zusammenarbeit zwischen dem IFFF und doxs! in diesem Jahr: Nachdem Jule Murmann, die Leiterin der Kinder- und Jugendsektion des Frauenfilmfests, im November Teil unserer ECFA-Jury war, war doxs!-Festivalleiterin Sina Musche nun in Köln Mitglied der dortigen Jury. Zur Jury gehörten außerdem Florence Dupont (Enfances au Cinéma) aus Frankreich und Samira Zaïbat (Jolifanto) aus Belgien. Die Jury sichtete eine Vielzahl von Filmen für die Altersgruppen 4 bis 14 Jahre und kürte anschließend den besten Kurzfilm. Das sehr vielfältige und qualitativ beeindruckende Filmprogramm machte die Entscheidung nicht leicht. Auffällig war, dass besonders viele Animationsfilme im Programm vertreten waren, die vom jungen Publikum begeistert aufgenommen wurden.

Schlussendlich einigten sich die drei Jurymitglieder darauf, den ECFA Short Film Award an den Kurzfilm „Ostrich“ von Marie Kenov zu vergeben. Der prämierte Film wird nun automatisch für den Wettbewerb um den besten europäischen Kinderfilm des Jahres nominiert, der bei der nächsten Berlinale vergeben wird.

In der Jurybegründung werden die Stärken des animierten Films aus der Schweiz hervorgehoben:

»Was mit Krafttraining und Protein-Shakes beginnt, endet schließlich in kosmetischen Operationen. Wir möchten den diesjährigen ECFA Kurzfilmpreis an einen Film vergeben, der aus unserer Sicht absolut up-to-date ist und schonungslos die Online Realität zeigt, mit der insbesondere junge Menschen täglich konfrontiert sind. Mit bunten Animationen fokussiert die Regisseurin wichtige Themen wie Bodyshaming, Selbstoptimierung und das aktuelle Internetphänomen Looksmaxxing. Die besondere Animationsform ist zwar nicht normschön, seine verspielte und humorvolle Art macht die ernsten Themen rund um problematische Social Media-Nutzung und gefährliche Influencer-Trends aber auch schon für Kinder zugänglich. Auf eine einzigartige Weise öffnet der Film so den Raum für Diskussionen über verschiedene Körperformen und die Fähigkeit zur Selbstliebe. Das kompromisslose und intelligente Storytelling hat auch uns dazu angeregt, unsere eigene Beziehung zum Körper zu hinterfragen. Der Film spricht direkt zum Publikum ohne zu moralisieren. Er regt dazu an, kritische Fragen zu stellen und ist so ein sehr guter Start, um mit Kindern und Jugendlichen über die verhandelten Thematiken zu diskutieren.«

Sina repräsentierte die ECFA-Jury auch bei der großen Preisverleihung am Sonntag, den 26. April, in der Orangerie in Köln und überreichte dort den Preis.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Frauenfilmfest für das tolle Festival und ganz besonders bei Jule Murmann für die Möglichkeit, Teil der ECFA-Jury zu sein!