ab 14

02.11. 12:30-14:00

LA DESESPERACIÓ DE LA PELL
DIE VERZWEIFLUNG DER HAUT

SP 2025, 20 Min., Mireia Vilapuig

Mireia Vilapuig

Mireia Vilapuig ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und bildende Künstlerin aus Katalonien. Seit ihrem Debüt 2009 stand sie für katalanische und spanische Serien sowie für europäische Produktionen vor der Kamera. 2023 kam Selftape heraus, an dessen Drehbuch sie mitschrieb und in dem sie gemeinsam mit ihrer Schwester Joana Vilapuig die Hauptrolle spielt. Der Film wurde beim Festival de Málaga uraufgeführt.

LA DESESPERACIÓ DE LA PELL/DIE VERZWEIFLUNG DER HAUT, Mireia Vilapuig

Mit 13 bekam die Regisseurin eine Kamera. Ein einziges Video existiert noch aus der Zeit: Sie filmt ihr Gesicht wie das einer Fremden. 13 – ein Lebensjahr zum Vergessen und zum Erinnern. „Es ist, als würde ich mir aus der Vergangenheit ein Zeichen senden.“ Die Haut schmerzte. Sie rasierte sich zum ersten Mal die Beine. Und sie erfuhr, was es heißt, in einer Männerwelt aufzuwachsen: Belästigungen, Bedrohungen, Blicke. Nie hat sie darüber gesprochen, alles war gelöscht wie die Videos von der Speicherkarte ihrer Kamera.

Content Note: Sexualisierte Gewalt

VIDKRYTYI SVIT
HOMECOMING

UA 2026, 19 Min, Roman Khimei, Yarema Malashchuk

Roman Khimei & Yarema Malashchuk

Yarema Malashchuk und Roman Khimei arbeiten seit 2016 gemeinsam an der Grenze zwischen Dokumentar- und Spielfilm. Ihre Filme handeln von postimperialem Gedächtnis und von einer Generation, die von Krieg und Geschichte geprägt ist. Ihre Videoarbeiten befinden sich in Sammlungen unter anderem des Kunstmuseums Liechtenstein, des Kiasma in Helsinki und der Fondazione In Between Art Film. 2026 ist eine Installation der beiden auf der Biennale in Venedig zu sehen.

Filmografie (Auswahl)
Additional Scenes (2024)
Explosions Near The Museum (2023)
New Jerusalem (2020)

VIDKRYTYI SVIT/HOMECOMING, Roman Khimei, Yarema Malashchuk

Wie sechs Millionen andere Ukrainer*innen ist ein junger Gamer geflohen. Jetzt kehrt er zurück – als Roboterhund. Von Polen aus steuert er seinen mechanischen Avatar durch sein Heimatdorf. Er begegnet Buffy, einem Hund, der noch Welpe war, als er ging. Er läuft durch seine Schule. Und er besucht seine Mutter. „Vermisst du dein Zuhause?“ – „Nicht mehr.“ Der Erinnerungsstrom hängt an einem seidenen Faden, jederzeit kann die Verbindung abbrechen.

Content Note: Krieg

58 KILO

DE 2025, 22 Min., Fine Gumpert

Fine Gumpert

Nach einem Studium der InterMedia an der Fachhochschule Vorarlberg studiert Fine Gumpert derzeit Kinematografie an der Internationalen Filmschule Köln. Sie hat Kurzfilme, Musikvideos und kurze Dokumentarfilme gedreht und für einen lokalen Fernsehsender an Kamera und Schnitt gearbeitet. Sie sucht Geschichten, die einfühlsam und ehrlich von der Natur und Fehlbarkeit des Menschen erzählen.

Filmografie (Auswahl)
Genderf***kers (2025)
Our Mirror – Also Astir & Giant Cactus (2024)
Angefüttert (2023)
Alles wie immer (2022)

58 KILO, Fine Gumpert

Immer wieder werfen sich Sofia und Klara zu Boden. Jeder Wurf und jedes Abrollen macht sie besser und stärkt ihr Selbstvertrauen. Die beiden jungen Frauen sind Ringerinnen in einer ländlichen Gegend in Kirgisien. Sofia ist das Herz der lokalen Szene und trainiert den Nachwuchs. Klara ist ihr größtes Talent. „Ich wünschte mir, dass mehr Mädchen ringen. Sie sind manchmal besser als Jungs.“ Ihr Sport kann Sofia und Klara Türen öffnen – raus aus der Enge und alten Rollenbildern, hinein in eine offenere Zukunft.