ab 4

12.11.2021 9:00

DOKUS FÜR KITAS

Drei Naturgeschichten zum Staunen und Schmunzeln: In Trampoline erobern erst Kinder und dann immer ungewöhnlichere Gestalten die Hüpfmatte. In Illustration : Compostage wird im Schnelldurchlauf sichtbar, wie in drei Monaten aus Eierschalen, Kaffeesatz und Salatblättern Erde wird. Und in Onomatopoetikum wird gemuht, gequakt und gebellt – auf Chinesisch, Italienisch und Französisch.

TRAMPOLINE

NL 2013, 3 Min., Maarten Koopman

ILLUSTRATION : COMPOSTAGE

FR 2014, 3 Min., Elise Auffray

ONOMATOPOETIKUM

DE 2006, 4 Min., Knut Karger

TRAMPOLINE  NL 2013, 3 Min., Maarten KoopmanILLUSTRATION : COMPOSTAGE  FR 2014, 3 Min., Elise AuffrayONOMATOPOETIKUM  DE 2006, 4 Min., Knut Karger

ab 14

11.11.2021 9:00

DUISBURG CITY HOCHFELD

DE 2007, 18 Min., Volker Köster mit Nadia Ajani, Betül Koc, Zeynep Lacin, Sandra Stoppelkamp, Betül Ulukan, Izzet Arabaci, Bojamin Mamuti, Burhan Yildirim und IBY

Ein Bürojob oder doch lieber was Handwerkliches? Soll die Arbeit Spaß bringen oder vor allem Geld? Eine Gruppe von Jugendlichen aus Duisburg-Hochfeld macht den Realitätscheck. Kurz vor ihrer Mittleren Reife absolvieren sie Praktika in unterschiedlichen Bereichen. Nicht allen schmeckt der Ernst des Lebens. Und nicht alle wissen, ob sie überhaupt in Deutschland bleiben dürfen. „Als Deutscher sehe ich mich nicht, aber Deutschland ist meine Heimat.“

JUGEND-ZEIT… IN DER STADT

DDR 1979, 17 Min., Roland Steiner

Wann ist die Jugend zu Ende? „Wenn man ein Kind in die Welt setzt.“ Oder ist schon die erste eigene Schrankwand ein Indiz fürs Erwachsensein? Ost-Berlin 1979. Eine Gruppe von Auszubildenden diskutiert über das Jetzt und das Morgen. Stolz, Frust, Hoffnungen, das Leben der Elterngeneration, Leben in der DDR. „Ich erwarte von der sozialistischen Gesellschaft, dass ich meinem Lehrmeister alles sagen darf.“

ab 14

10.11.2021 11:00

WIR ZEIGEN ES ALLEN!

20 Jahre doxs in 90 Minuten: Politisch, experimentierfreudig und nicht ohne Ironie. Das Programm mit Kurzfilmen aus der Festivalgeschichte und aktuellen Produktionen kitzelt die Sehgewohnheiten des jungen Publikums und bringt sie mit einem Kino ins Gespräch, das andere Wege geht. Ästhetiken werden neu gemischt, Dramaturgien auf den Kopf gestellt. Das Versprechen gilt: Wir zeigen es allen. Denn wo Worte fehlen, bauen Bilder die Brücken.

FIGURA

PL/BE 2015, 9 Min., Katarzyna Gondek

Ein gigantischer Kopf schwebt über die Landstraßen Polens. Auf seiner langen Reise zieht er vorbei an verschneiten Städten, Dörfern, Häusern und landet auf einem Hügel voller Heiligenstatuen und Attraktionen. Wer ist der Protagonist?

SKIP DAY

UK/US 2018, 17 Min., Ivete Lucas, Patrick Bresnan

Eine Gruppe High School-Schüler*innen aus den Everglades fährt für einen Tag ans Meer. Chillen, flexen und ein bisschen über die Zukunft reden. Fast beiläufig registriert die Kamera, wie weiße Badegäste den Strand verlassen, als die Teenager eintreffen.

SEHR GEPFLEGT UND GUT GELEGEN

AT 2021, 9 Min., Lukas Marxt, Jakub Vrba

Eine Villa mit Garten. Aus dem Off setzt eine Stimme ein rätselhaftes Ritual bürgerlicher Ordnung in Gang. Wer hat hier das Kommando?

INSIDE

FR 2021, 6 Min., Yann Chapotel

Fenster und Fassade: Das Hochhaus als Leinwand-Spektakel. Eine filmische Suche entlang der Ränder von innen und außen, oben und unten.

HERBST

AT 2015, 3 Min., Meinhard Rauchensteiner

Menschen sind lernfähig. Tiere ebenfalls. Und Stofftiere?

ab 12

10.11.2021 9:00

POUR DE VRAI
JETZT MAL EHRLICH

FR 2020, 22 Min., Maria Claudia Blanco

Mady und Merouane sind elf und beste Freunde. Sie wohnen so nah, dass sie sich aus ihren Wohnblöcken im Nordosten von Paris zurufen können. Wie Filmhelden durchstreifen sie ihr Viertel, das von Gewerbeflächen und Gleisanlagen geprägt ist, klettern über Zäune, verkrachen und vermissen sich. „Ein Mann weint nicht“, sagt Madys Großvater, „er beißt die Zähne zusammen.“

SEEPFERDCHEN

DE 2020, 16 Min., Nele Dehnenkamp

Als die Welle über das Boot rollte, dachte Hanan: Wir kommen nie lebend an. Das war 2015. Die junge Jesidin war mit ihrer Familie auf der Flucht über das Mittelmeer. Damals konnte sie nicht schwimmen, heute trainiert sie andere Kinder. „Wenn ich schwimme, fühle ich mich frei.“ Während ihr jüngerer Bruder sein Seepferdchen-Abzeichen macht, kommen in Hanan die schmerzhaften Erinnerungen wieder hoch.

ab 8

9.11.2021 14:30

DU VELGER SELV
DU HAST DIE WAHL

NO 2013, 15 Min., Kajsa Næss

Fünf ganz unterschiedliche Kinder mit einer Gemeinsamkeit – ihre Väter sitzen im Gefängnis. Sie erzählen davon, wie es ist, ohne Papa groß zu werden. Von ihrer Wut, allein gelassen worden zu sein. Von ihrer Scham vor den Fragen der Freunde. Von ihrer Erinnerung an glückliche Zeiten. Und von der Liebe, die sie trotz allem empfinden.

GELUIDEN VOOR MAZIN
KLÄNGE FÜR MAZIN

NL 2012, 19 Min., Ingrid Kamerling

Ein Fußballstadion voller Fans – und es herrscht Stille. So erlebt Mazin die Welt, denn er ist fast taub. Mit Hilfe eines kleinen Apparats im Gehirn soll er endlich hören können. Seine Freundin Kateline erzählt von Schwindel, Übelkeit und Elektrodengewittern, Mazin ist nervös vor der Operation. Wird alles gut gehen? Und wie hört sich Hören an?

ab 16

9.11.2021 11:15

DANS LE SILENCE D’UNE MER ABYSSALE 
IN DER STILLE EINES ABGRUNDTIEFEN MEERES

BE 2021, 20 Min., Juliette Klinke

Pionierinnen des Kinos: Alice Guy. Sie drehte den ersten fiktionalen Film überhaupt. Oder Germaine Dulac. Sie brachte noch vor Buñuel den Surrealismus auf die Leinwand. Alle Welt kennt Charlie Chaplin, so gut wie niemand seine Mentorin Mabel Normand, die ihn in seiner ersten Rolle besetzte. „Was ist erinnerungswürdig?“, fragt der Film. Und: „Wer entscheidet, was erinnerungswürdig ist?“

 

doku.klasse

CHAO’S TRANSITION

DE 2021, 34 Min., Susanne Mi-Son Quester und Mieko Azuma

Chao fühlte sich schon immer als Frau. Jetzt, mit Mitte 20, hat sie sich zu einer Transition entschlossen. Die gebürtige Japanerin ist noch unentschlossen, wo sie den Eingriff vornehmen lassen soll. In der Schweiz, wo sie seit ihrer Kindheit lebt? Oder im Ausland? „Wir haben in dieser Gesellschaft immer verloren gegen Cis-Frauen, daher ist die optische Qualität der OP wichtig.“ Als Corona die Pläne durchkreuzt, treten andere Dinge in den Vordergrund. Freunde, Mode, ihr Designstudium. Doch Chaos Wunsch ist ungebrochen.

ab 10

9.11.2021 8:45

MEINE WUNDERKAMMERN

DE 2021, 79 Min., Susanne Kim

Hier gibt es kein Mobbing, keinen Rassismus, kein Geld. Stattdessen: Katzenmenschen, Meerjungfrauen und Sonnenkinder. In den Wunderkammern werden die Sehnsüchte real, für die es im Leben von Roya, Elias, Wisdom und Joline sonst keinen Platz gibt. Sie lassen ihre Fantasie von der Leine und spielen verrückt. „Du bist nicht komisch oder anders, du bist einzigartig, zeig das!“

ab 12

8.11.2021 11:15

You’ll Never Watch Alone
Filme für den zweiten Blick

Kultursack NRW  freunde der realität

In 20 Jahren hat doxs! in Duisburg und drumherum rund 500 Dokumentarfilme präsentiert. Eine AG des Elly-Heuss-Knapp Gymnasiums hat im Vorfeld des Festivals gemeinsam mit den „Freunden der Realität“ eine Auswahl aus dem doxs!-Repertoire gesichtet und diskutiert. „Filme für den zweiten Blick“ ist ihre Empfehlung für die beiden besonderen Filme aus der Festivalgeschichte, die sie für ein Publikum ab 12 Jahren auf dem Festival vorstellen.

Ein Projekt im Rahmen des Kulturrucksacks von und mit: Antje Knapp, Linda Teutrine und Gudrun Sommer

ALIENATION

DE 2014, 6 Min., Laura Lehmus

Die Pubertät ist viel mehr als nur ein Pickel, den man ausdrückt. Die Stimme ist mal piepsig und dann wieder tief. Die Gefühle gehen rauf und runter. Ein Leben als Alien. Fremd in der Welt und fremd sich selbst gegenüber. Teenager erzählen, wie sie diese Phase erleben. Und was sie am Umgang ihrer Eltern damit am meisten stört. „Es wird erwartet, dass man wie ein Erwachsener denkt, aber trotzdem noch Kind ist.“

NORDSTADTKINDER – LUTWI

DE 2015, 29 Min., Jörg Haaßengier, Jürgen Brügger

„Um hier bleiben zu dürfen, muss man gute Noten schreiben. Dann sehen sie, dass man dafür kämpft.“ Lutwi hat die Versetzung in die fünfte Klasse geschafft. Der 12-Jährige kam 2011 aus dem Kosovo nach Dortmund. Die Nordstadt ist jetzt seine Heimat, hier stromert er durch den Kiez und spielt Fußball. Am Abend übersetzt er für seine Eltern die Briefe von der Ausländerbehörde. Es sieht nicht gut aus für die Roma-Familie. Aber aufgeben? Für Lutwi keine Option.

ab 16

8.11.2021 9:00

GENOSSE TITO, ICH ERBE

DE, AT 2021, 27 Min., Olga Kosanovic

Ein kleines Haus in Serbien. Die Pflaumen sind reif, die Wiese ist frisch gemäht. „Glaubst du, das hier wird jemals deine Heimat sein?“, fragt Olga ihren Bruder. „Ich glaube nicht.“ – „Warum?“ – „Es ist so leer.“ Die Großeltern bereiten ihr Erbe vor. Für eine Generation, die vor dem Krieg nach Wien geflüchtet ist, weit weg von dem Ort und seiner Geschichte, von den wirklichen und den erfundenen Erinnerungen. „Ein Haus“, sagt der Großvater, „wird nicht von denen verkauft, die es erbaut haben – sondern von denen, die es erben.“

DESERT DOGS

CH 2020, 20 Min., Samuel Morris

„Wir sind die neue Generation von Marokko.“ Aya und Ibrahim leben nach ihren eigenen Regeln. Sie sind Teil einer Skate-Bewegung, die den Traditionen ihrer Heimat eine Absage erteilt: Aya in einer Aussteiger*innen-Community am Atlantik, Ibrahim in der Hauptstadt Rabat. „Beim Skaten ist es völlig egal, ob du Frau oder Mann bist“, sagt Aya. Über den Skateparks wummern die Beats aus den Boxen. Sie sind lauter als die Rufe des Muezzins.

ab 12

12.11.2021 10:30

SEEPFERDCHEN

DE 2020, 16 Min., Nele Dehnenkamp

Als die Welle über das Boot rollte, dachte Hanan: Wir kommen nie lebend an. Das war 2015. Die junge Jesidin war mit ihrer Familie auf der Flucht über das Mittelmeer. Damals konnte sie nicht schwimmen, heute trainiert sie andere Kinder. „Wenn ich schwimme, fühle ich mich frei.“ Während ihr jüngerer Bruder sein Seepferdchen-Abzeichen macht, kommen in Hanan die schmerzhaften Erinnerungen wieder hoch.

NORDSTADTKINDER – LUTWI

DE 2015, 29 Min., Jörg Haaßengier, Jürgen Brügger

„Um hier bleiben zu dürfen, muss man gute Noten schreiben. Dann sehen sie, dass man dafür kämpft.“ Lutwi hat die Versetzung in die fünfte Klasse geschafft. Der 12-Jährige kam 2011 aus dem Kosovo nach Dortmund. Die Nordstadt ist jetzt seine Heimat, hier stromert er durch den Kiez und spielt Fußball. Am Abend übersetzt er für seine Eltern die Briefe von der Ausländerbehörde. Es sieht nicht gut aus für die Roma-Familie. Aber aufgeben? Für Lutwi keine Option.