ab 10

05.11. 8:30-10:00

LA PETITE ÉCOLE
DIE KLEINE SCHULE

FR 2025, 21 Min., Alice Voisin

Alice Voisin

Alice Voisins Filme erzählen von Familien und Paaren, die einander nicht mehr erreichen, von Schwestern, von Müttern und von denen, die fehlen, von Migration und Exil. 2026 lief ihr erster Kurzdokumentarfilm La petite école in Clermont-Ferrand. Sie studierte Soziologie, Ethnologie und Film an der Universität Paris VII und arbeitet mit Laiengruppen an Projekten aus deren eigener Erfahrung. Daneben ist sie als Lektorin für das CNC, Studiocanal und verschiedene Produktionsfirmen tätig.

Filmografie (Auswahl)
Nino (2021)
Novembre (2016)
Aucun chemin de fleurs (2016)
La vie c’est pourri (2014)

LA PETITE ÉCOLE/DIE KLEINE SCHULE, Alice Voisin

Die Notunterkunft in Ivry-sur-Seine ist eine Zwischenstation für Geflüchtete. Hier ist alles auf Zeit, auch für die Kinder, die in der Schule einen Anker finden in ihren unbeständigen Leben. Gemeinsam lernen sie Französisch, pflanzen Blumenzwiebeln, lachen und weinen zusammen. „Wir sprechen nicht dieselbe Sprache, aber wir verstehen einander.“ Jedes Mal ist wieder schwer zu begreifen: Warum muss eine Freundschaft plötzlich zu Ende sein, die gerade erst begonnen hat?

A FILM WITH SEVEN RESOLUTIONS

IT 2026, 4 Min., Josh Weissbach

Josh Weissbach

Josh Weissbach arbeitet als experimenteller Filmemacher. Seine Filme liefen weltweit auf Festivals, unter anderem in Ann Arbor, beim European Media Art Festival, beim Courtisane Festival und bei den Festival des Cinémas Différents et Expérimentaux de Paris. Eine Auswahl seiner Arbeiten wird von Light Cone in Paris vertrieben.

Filmografie (Auswahl)
a correspondence (2026)
the scent of memories (2026)
a failed experiment (2026)
echoes of a zephyr (2026)

A FILM WITH SEVEN RESOLUTIONS, Josh Weissbach

Am letzten Tag des alten Jahres fragt Ava ihren Vater, was ein Vorsatz ist. Am ersten Tag des neuen Jahres beginnen sie, einen Film darüber zu drehen. Die Liste der Vorsätze ist vielfältig. Weniger quatschen im Unterricht und wenn, dann an den richtigen Stellen. Das Zimmer aufräumen und ausmisten. Häufiger ins Theater gehen. Ava merkt: Die Perspektive auf sie und ihr Leben ändert sich, wenn sie Projekte hat.

IK ZOU JE GRAAG ZIEN
ICH WÜRDE DICH GERNE SEHEN

BE 2025, 12 Min., Zaïde Bil, Sébastien Segers & Petronella Van der Hallen

Zaïde Bil, Sébastien Segers & Petronella Van der Hallen

Zaïde Bil, Sébastien Segers und Petronella Van der Hallen lernten sich während ihres Studiums an der Filmakademie in Brüssel kennen. Bil und Segers arbeiten dokumentarisch, Van der Hallen an hybriden Formen zwischen Dokumentation und Fiktion. Ihre Werke behandeln Themen um soziale Gerechtigkeit.

Filmografie (Auswahl)
Parasisi (Bil, Segers, 2026)
She They Us (Bil, 2023)
Believe (Segers, 2023)
Dad = (not) bad (Van der Hallen, 2026)

IK ZOU JE GRAAG ZIEN/ICH WÜRDE DICH GERNE SEHEN, Sébastien Segers, Petronella Van der Hallen & Zaïde Bil

Sie wollen nur ihre Väter sehen, doch der Weg dorthin führt durch Schleusen und dicke Stahltüren. 16.000 Kinder in Belgien haben einen Elternteil hinter Gittern. Die Besuche folgen strengen Regeln. Die gelben Stühle sind für die Kinder, die blauen für die Häftlinge. Eine Lautsprecherstimme gibt Anweisungen. „Am Anfang war es seltsam, aber man gewöhnt sich daran.“ Trotzdem bleibt die Frage: Warum kommen die Väter der anderen zum Geburtstag, der eigene nicht?