ab 15

05.11. 12:30-14:00

DREAMS FOR A BETTER PAST

NL/SP 2025, 21 Min., Albert Kuhn

Albert Kuhn

Albert Kuhn verbindet in seinen Filmen persönliche Erinnerung mit Archivrecherche. Es geht ihm um Schweigen, Schuld und darum, wie sich Geschichte über Generationen weiterträgt und wie das Unausgesprochene fortwirkt. Daneben arbeitet er an internationalen Koproduktionen und lehrte als Gastdozent an der Niederländischen Filmakademie, der ESCAC in Barcelona und der Sahara Cinema School.

Filmografie (Auswahl)
There is no night there (2023)
The Committee (2022)
H (2021)
Abdala / Lafdal (2016/2017)

DREAMS FOR A BETTER PAST, Albert Kuhn

Nie mehr zurückschauen – das hat sich der Vater von Bert geschworen. Warum zog er als junger Mann fast fluchtartig nach Spanien? Warum ist der Großvater auf alten Filmaufnahmen oft nur halb im Bild? Bert rennt gegen eine Wand des Schweigens. „Um darüber hinwegzukommen, muss ich die Schritte meines Vaters zurückverfolgen.“ Er rollt dessen Leben auf und recherchiert die Rolle des Großvaters im Zweiten Weltkrieg. Ein Abgrund tut sich auf, der endlich zur Sprache kommt.

LA CHAMBRE DE MA SOEUR
DAS ZIMMER MEINER SCHWESTER

FR 2025, 31 Min., Pauline Doméjean

Pauline Doméjean

Pauline Doméjean arbeitet seit 2018 als Kamerafrau im Spiel- und Dokumentarfilm und studierte an der La Fémis in Paris. Ihre Arbeiten liefen auf internationalen Festivals, unter anderem in Cannes, Berlin, Locarno und Clermont-Ferrand. La Chambre de ma sœur ist ihr erster Film als Regisseurin außerhalb der Filmschule.

Filmografie (Auswahl)
Dernier Automne (2019)
Bahia (2018)
La Station (2017)
Autoroute 90 (2016)

LA CHAMBRE DE MA SOEUR/DAS ZIMMER MEINER SCHWESTER, Pauline Doméjean

Justine liegt im Bett, ihre Schwester richtet ihre Kamera auf sie. In diesem intimen Rahmen lebt und entfaltet die junge Frau ihr Leben. Sie scrollt durch ihre Feeds, schwänzt die Schule, erzählt von ihren Dating-Erfahrungen, teilt sich die Matratze mit Freund*innen und Klamottenbergen, lacht, weint, grübelt. „Emotional labil zu sein, ist nicht einfach.“ Sind Justines depressiven Episoden eine Frage der Hirnchemie? Sie weiß: Nur Liegen ist keine Lösung. Manchmal hilft nur Tanzen, Tanzen, Tanzen!

Content Note: Depressionen, Sexualisierte Gewalt